Rückblickend…

Fluglochneuigkeiten Stock 17:

Laaaaaaang lang ist´s her, dass wir uns bei euch gemeldet haben…. puh ich sag´s euch – die Zeit war turbulent… ach… was sag ich… turbulent ist noch zu gelinde gesagt…turbulentest – das ist das richtige Wort 

damit wir aber nicht den Faden verlieren, möcht ich euch schnell erzählen, was in dieser Zeit so alles passiert ist und womit sich unsere Bienenvreni so einige grauen Haare wahrlich verdient hat :

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Unsere Bienenvreni hat im vergangenen Herbst ihre Facharbeiterausbildung nach 2 Jahren voll Theorie und Praxis an der Imkerschule in Graz mit Bravour und Auszeichnung abgeschlossen, worauf wir seeehr stolz sind (auch wenn sie sich noch immer als Anfängerin fühlt – naja… bei uns Bienleins gibt es halt doch immer etwas zu lernen und es gibt auch kein Schema F nachdem man mit uns umgehen kann, das macht die Sache halt nicht einfacher… dafür aber spannender – wir sind und bleiben für sie ein Abenteuer ).

Es war für sie eine lehrreiche und spannende Zeit mit vielen lieben ImkerkollegInnen!

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Im Bienendorf gab es noch ziemliche Problemchen zu bewältigen sag ich euch – der Spätsommer brachte Melezitose in Hülle und Fülle – wenn wir das an Waldhonig gehabt hätten sag ich euch – ihr hättet gejubelt!!!! (Was Melezitose ist, fragt ihr euch? Also Melezitose ist ein Dreifachzucker, bestehend aus 2 Teilen Glucose und 1 Teil Fructose… Produziert wird er von Läusen – unter anderem von jenen auf der Lärche… wird oftmals „Zementhonig“ genannt, da er bereits in den Waben kristallisiert und sich nicht schleudern lässt.)

In manchen Häusern wurde er von uns eingelagert, dass unsere Bienenvreni gar nicht mehr wusste, wohin sie all die vollen Waben lagern soll und vor allem woher sie für uns neue Waben nehmen soll. Zusätzlich ist dieser Honig für uns als Winterfutter überhaupt nicht zu gebrauchen, denn da müssen wir auf flüssigem Futter sitzen. (Wir können den Honig im Winter nicht verarbeiten; zusätzlich ist er für unseren Darm schwer verdaulich und bereitet uns somit oft gesundheitliche Probleme)

Das zweite Problem mit der Melezitose war, dass wir sooooo viel nach Hause geschleppt haben, dass die Gefahr bestand, das unsere Queen gar keinen Platz mehr zum Legen hat, die Brutflächen klein werden und somit wenige Winterbienen zur Welt kommen. So hat sich unser Bienenvreni abgerackert und nach der Ernte mehr volle Zargen geschleppt als das ganze Jahr über, um uns immer wieder Platz zu schaffen.

Nach dem Winter merkte man dennoch den späten Melezitoseeintrag – die ganze Melezitose konnte sie nicht austauschen – so gab es einige Einwohnerverluste… andere haben es mit etwas Bauchweh über den Winter geschafft.

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Neben der Melezitose hat unsere Bienenvreni dieses Jahr auch das erste Mal mit ansehen müssen, wie schnell eine Reinvasion von Varroen zu Völkerzusammenbrüchen führen kann… erschreckend sag ich euch!!! Ein schwieriges Jahr für unsere Bienenvreni – vor allem emotional, da sie ja an jedem von unseren Häuschen hängt…

 

 

 

 

Was nimmt unsere Bienenvreni von dieser turbulenten Zeit mit?

  • ein Zeugnis…
  • viele Melezitosezargen…
  • und die Erkenntnis: sich nicht all zu sicher sein, lieber eine Kontrollbehandlung zwischenschieben, genau kontrollieren, denn: die Varroa schläft nicht!!!

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